Steuerklassen Übersicht für Arbeitnehmer

Hier erhalten Sie Infos zu den Steuerklassen 1, 2, 3, 4, 5 und 6 mit einem kostenlosen online Rechner zur Ermittlung der steuerlichen Abzüge für 2022 oder 2023.


Steuerklassenvergleich

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In Deutschland werden Arbeitnehmer entsprechend ihrer persönlichen Verhältnisse in die Steuerklassen I, II, III, IV, V und VI eingeteilt ( § 38b EStG ). Bei der Gehaltsabrechnung spielt die Steuerklasse des Arbeitnehmers neben der Höhe des Gehalts des Arbeitnehmers und weiteren Faktoren eine wichtige Rolle. Die vom Arbeitgeber einzubehaltenden Lohnsteuer lässt sich mit dem Lohnsteuerrechner auf dieser Seite berechnen oder kann aus einer Lohnsteuertabelle abgelesen werden. Je nach Steuerklasse werden bei der Berechnung der Lohnsteuer der Splittingtarif bzw. Grundtarif sowie unterschiedliche Steuerfreibeträge berücksichtigt. Welche Klasse für Rentner, Studenten, Verheiratete oder bei Trennung gewählt werden kann, wird nachfolgend einführend erläutert. Für einen Minijob wird keine Steuerklasse benötigt.



   

Steuerklassenübersicht

Unter den nachfolgenden Links sind Erläuterungen zu finden, welche Lohnsteuerklasse für Arbeitnehmer jeweils in Frage kommt. Zudem lässt sich auf jeder Seite die Steuerbelastung mit einem entsprechenden Steuerrechner berechnen.

Steuerklasse 1 für Alleinstehende
Steuerklasse 2 für Alleinerziehende
Steuerklasse 3 für Verheiratete
Steuerklasse 4 für Verheiratete ggf. mit Faktor
Steuerklasse 5 für Verheiratete
Steuerklasse 6 für das 2. Dienstverhältnis


Freibeträge in den Steuerklassen 2023
Steuer­klasse 1 2 3 4 5 6
Grund­freibeträge 10.908 Euro 10.908 Euro 21.816 Euro 10.908 Euro 0,00 Euro 0,00 Euro
Arbeit­nehmer­pauschbetr. 1.200 Euro 1.200 Euro 1.200 Euro 1.200 Euro 1.200 Euro 0,00 Euro
Entlastungs­betrag Allein­erzie­hende 0,00 4.008 Euro 0,00 Euro 0,00 Euro 0,00 Euro 0,00 Euro
Sonder­ausgaben­pauschbetr. 36 Euro 36 Euro 36 Euro 36 Euro 36 Euro 0,00 Euro


Freibeträge in den Steuerklassen 2022
Steuer­klasse 1 2 3 4 5 6
Grund­freibeträge 10.347 Euro 10.347 Euro 20.694 Euro 10.347 Euro 0,00 Euro 0,00 Euro
Arbeit­nehmer­pauschbetr. 1.200 Euro 1.200 Euro 1.200 Euro 1.200 Euro 1.200 Euro 0,00 Euro
Entlastungs­betrag Allein­erzie­hende 0,00 4.008 Euro 0,00 Euro 0,00 Euro 0,00 Euro 0,00 Euro
Sonder­ausgaben­pauschbetr. 36 Euro 36 Euro 36 Euro 36 Euro 36 Euro 0,00 Euro

Steuerklassen-Vergleich

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Steuerklassenvergleich vornehmen

Mit der Online-Steuerklassenberechnung auf dieser Seite können Nettogehalt oder Bruttogehalt für alle Klassen parallel berechnet werden. Die steuerlichen Abzüge lassen sich auch auf den entsprechenden Unterseiten ermitteln.

Hinweis: Die Einstellung "2022 neu" berechnet die Steuerklassenabzüge auf Basis des aktuellen Gesetzesstandes ab Juni 2022. Die Gesetzesänderungen erfolgen rückwirkend für das ganze Jahr. Zum Vergleich kann der ursprüngliche Gesetzesstand ebenfalls berechnet werden. Für die Ergebnisse wird keine Gewähr übernommen.

Steuerklassen    

Pflicht zur Abgabe einer Steuererklärung

Eine Pflicht zur Abgabe einer Steuererklärung besteht z.B. wenn die Verheiratete Lohn bezogen und die Steuerklassen 3 bzw. 5 haben ( § 46 Abs. 2 Nr. 3a EStG ) sowie bei der Steuerklasse 4 mit Faktorverfahren. Die einbehaltene Lohnsteuer wird bei Abgabe einer Steuererklärung und Steuerfestsetzung durch das Finanzamt auf die Einkommensteuer angerechnet. Zur Berechnung der Einkommensteuer gibt es im Internet kostenlose Einkommensteuerrechner oder entsprechende Steuertabellen.



   



   

Außersteuerliche Aspekte

Ehegatten sollten auch bedenken, dass zahlreiche Lohnersatzleistungen vom Nettolohn und damit von der Wahl der Lohnsteuerklassen abhängen. Zu nennen sind hier etwa Krankengeld, Arbeitslosengeld, bzw. Arbeitslosenhilfe, Unterhaltsgeld, Verletztengeld oder Mutterschaftsgeld und Elterngeld. Arbeitnehmer in der Steuerklasse 5 wären hier deutlich benachteiligt gegenüber Arbeitnehmern in der Steuerklasse 3 und 4. In einem Fall, bei dem es um einen Steuerklassenwechsel im Hinblick auf die Höhe des Elterngeldes ging, hatte das Bundessozialgericht entschieden, dass hierbei kein Rechtsmissbrauch vorgelegen haben soll.

Ob ein Steuerklassenwechsel wirklich den erwünschten Effekt hat, muss aber im Einzelfall auf Basis der aktuellen Gesetze geprüft werden. Um keine Überraschungen erleben zu müssen, sollten Sie sich daher zu einem möglichen Wechsel von einem Experten beraten lassen.








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